1998 wurde in Bornheim eine neue Kirchengemeinde gegründet – die Geburtsstunde der Evangelischen Freikirche Bornheim e. V. (EFB). Mehr als 300 Menschen aus Bornheim und Umgebung bietet unsere Gemeinde seither ein geistliches Zuhause. Wir lieben Bornheim und seine Menschen, und wir wollen Kirche sein für diese Stadt. Viele Menschen in Bornheim haben noch nie oder erst wenig über uns gehört. Deshalb wird es Zeit, dass wir uns vorstellen.

 

Wer sind wir?

Wir sind Teil der weltweiten Kirche und fühlen uns verbunden mit Christen aus aller Welt. Wir verstehen uns in der Nachfolge Jesu und haben durch ihn Frieden mit Gott gefunden. Organisiert sind wir in der Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Gemeinden (AeG) und arbeiten zusammen mit der Evangelischen Allianz Deutschlands. Als evangelische Kirchengemeinde vertreten wir die Grundsätze der protestantischen Reformation: allein die Bibel ist Gottes Wort; allein Jesus Christus ist der Weg zum ewigen Heil; allein aus Gottes Gnade erfährt der Mensch Vergebung seiner Schuld; und allein durch Glauben eignet sich der Mensch das Heil an. Wir sind Freikirche, denn Mitglied unserer Gemeinde kann nur werden, wer sich aus freier Entscheidung durch Bekehrung und Taufe für den Glauben entscheidet. Unsere Gemeindearbeit wird nicht aus Kirchensteuern, sondern durch freiwillige Spenden unserer Mitglieder und Freunde getragen.

 

Was macht uns aus?

In der traditionellen Kirchenlandschaft versuchen wir eine Alternative zu sein und dies findet beispielsweise Ausdruck in unserer modernen Art von Gottesdiensten. Wir wollen einen aktuellen Zugang zu biblischen Inhalten ermöglichen. Unsere Gottesdienste sind nicht an eine Liturgie gebunden, sondern werden von lebensnahen Predigten, Theaterstücken und Musik geprägt.

 

Überzeugen Sie sich selbst und lassen Sie sich überraschen!

  

 

Vom Konsumtempel zum Gotteshaus – die Geschichte der EFB

„Halleluja! Aus Konsumtempel wird Gotteshaus“ titelte eine Tageszeitung, als die Evangelische Freikirche Bornheim (EFB) im Jahr 2000 die Geschäftsräume der Firmen Deichmann und Lidl in Bornheim aufkaufte, um sie in ein Gotteshaus umzubauen. In den Mauern, in denen ehemals der schnöde Mammon herrschte, sollte nun ein Kirchenzentrum entstehen. Ein Ort, an dem Menschen die Gegenwart Gottes suchen und ihm zur Ehre Gottesdienste feiern. Vom Konsumtempel zum Gotteshaus – ein verwegener Gedanke. Wie es dazu kam, verrät ein Blick in die Geschichte unserer Gemeinde.

 

 

Gründung – ein Herz für Bornheim

 

Zehn Jahre ist es her, dass im Stadtgebiet von Bornheim eine junge Kirchengemeinde entstand. Geboren wurde sie nicht zuletzt aus der Überzeugung, dass Gott diese Stadt und seine Menschen liebt. Eine Freikirche für Bornheim und seine Menschen. Das war der Herzenswunsch des damaligen Gründungsteams. Am 11. Januar 1998 wurde die Evangelische Freikirche Bornheim im Rathaussaal der Stadt Bornheim offiziell gegründet. Andrej Voth übernahm als Gründungspastor zunächst das Pastorenamt. Willy Thiessen stand ihm als rechte Hand mit Rat und Tat zur Seite. Etwa 150 Menschen traten der frisch ins Leben gerufenen Gemeinde als Mitglieder bei. Am 31. Mai wurde Willy Thiessen schließlich im Rathaussaal in Bornheim zum Hauptpastor ordiniert. Unterstützt wurde er von den Hilfspastoren Heinrich Martens und Andrej Voth. Kurz vorher hatte sich die Evangelische Freikirche Bonn bereit erklärt, die neu gegründete Gemeinde mit 500.000 DM für den Bau eines Gemeindehauses zu unterstützen. Bevor das Geld dazu genutzt werden konnte, sollten allerdings noch einige Jahre vergehen.

 

 

Odyssee – auf der Suche nach einem Gotteshaus

Was der jungen Kirchengemeinde fehlte, war eine feste Bleibe. Mitglieder der Gemeinde machten sich auf die Suche nach einem Grundstück oder geeigneten Räumlichkeiten für ihre Kirche. In dieser Zeit glich die Freikirche einem Nomadenstamm, von Ort zu Ort ziehend, ohne sesshaft zu werden. So feierte die EFB ihre Gottesdienste zunächst im Rathausaal der Stadt Bornheim oder in Räumen des Haus Wittgenstein. Im Juli 1998 stellte die Evangelische Kirchengemeinde Bornheim unter Pfarrer Katernberg der EFB ihre Räumlichkeiten für Gottesdienste zur Verfügung. Diese wurden sonntags am Nachmittag um 17 Uhr in der Versöhnungskirche gehalten. Die EFB betrachtete diese Möglichkeit als große Gebetserhörung, weil die Räume im Haus Wittgenstein für die wachsende Gemeinde zu eng geworden

waren. Später traf sich die Kirchengemeinde der EFB in der Aula der Realschule Medinghoven. Der Ruf nach einem eigenen Gotteshaus wurde mit jedem Umzug stärker in den Reihen der EFB.

 

 

Angekommen – die Freikirche fasst Fuß in Bornheim

Im Jahr 2000 fand die Evangelische Freikirche Bornheim nach langer Suche und vielen Gebeten einen geeigneten Platz für ihr Gotteshaus. Die Geschäftsräume von Deichmann und Lidl im Rosental 1 hatten zum Verkauf gestanden. Nach anfänglicher Skepsis wegen der Bahnlinie, die hinter dem Gebäude verläuft, wurde das Objekt von den Freikirchlern dankbar entgegen genommen. Am 14. April 2000 fand die Schlüsselübergabe statt. Endlich hatte die Gemeinde auf einem 4500 m² großen Flecken Erde mit einer Gebäudefläche von 1200 m² ein Stück Heimat gefunden. Schon wenige Tage nach dem Kauf machten sich die Mitglieder der Gemeinde an den Ausbau und errichteten ein Provisorium für erste Gottesdienste im ehemaligen Lidl-Teil des Gebäudes.

 

 

Pastorenwechsel – Auszeit und Weiterbildung

Am 18. Februar 2001 legte Willy Thiessen sein Amt als Pastor der EFB nach knapp drei Jahren nieder und widmete sich unter anderem seinem Weiterstudium. Dr. Friedhelm Jung wurde wenig später zum Pastor gewählt und lenkte die Geschicke der EFB etwa vier Jahre lang. Im Juni 2005 nahm Willy Thiessen seine Arbeit als Pastor der EFB wieder auf.

 

 

Bauzeit – viele Hände für das Gotteshaus

 

Unter Anleitung des Architekten Uwe Hahn begann die Gemeinde mit dem Ausbau der ehemaligen Deichmann Geschäftsräume. Dort, wo vorher Schuhe über die Ladentheke gegangen waren, entstand nun in mühevoller Arbeit der Gottesdienstsaal der EFB. Ein wichtiger Schritt war es, das Dach des Gebäudes umzubauen, so dass im Saal die Errichtung einer hohen, nach oben geöffneten Decke möglich wurde. Durchgänge und Türen wurden zugemauert, nur um sie an anderer Stelle wieder durchzuschlagen. Im Saal kamen eine Bühne, ein abgeschirmtes Kinderzimmer und eine Technikregie hinzu, außerdem wurde ein Taufbecken in die Bühne integriert. Zusätzlich bauten die freiwilligen Helfer der EFB weitere Räume an das Gebäude an und richteten sanitäre Anlagen und einen geräumigen Eingangsbereich ein. Aus dem ehemals provisorischen Gottesdienstraum wurde ein großer Mehrzweckraum mit abgetrenntem Küchenbereich. Für das Wohl der Arbeiter sorgte ein Team von Frauen, die durch ihre Kochkünste dafür sorgten, dass den Helfern am Bau die Kräfte nicht ausgingen. So veränderte das Gebäude nach und nach sein Erscheinungsbild. Nach mehreren zehntausend Arbeitsstunden, die die Mitglieder der EFB freiwillig geleistet hatten, war die erste Umbauphase abgeschlossen. In der zweiten Umbauphase bekamen die Jugendlichen der Gemeinde einen für sie besonders wichtigen Raum - im hinteren Teil des ehemaligen Lidl entstand das gemütlich eingerichtete Jugendcafe „Candle“ mit eigener Küche, Theke und Billardtisch.

 

Mitglieder – die Gemeinde wächst

Seit ihrem Bestehen hat die EFB mindestens einmal im Jahr ein Tauffest gehalten. Viele Menschen, die sich auf ihren Glauben haben taufen lassen, sind der Gemeinde anschließend beigetreten. Dadurch ist die Freikirche mittlerweile auf rund 260 Mitglieder angewachsen.

 

 

Ausblick – Gott sorgt für seine Gemeinde

 

Die EFB hat mit dem Bau ihres Kirchengebäudes ein für sie gewaltiges Projekt bewältigt - viel Zeit und Mühe steckt in dem Mauerwerk. Die Kosten für das Gebäude wurden und werden auf freiwilliger Spendenbasis von den Gemeindemitgliedern getragen. Ohne die Hilfe Gottes wäre das alles allerdings nicht möglich gewesen, darin sind sich die vielen Helfer und Helferinnen einig. Angefangen vom Erwerb des Gebäudes bis hin zu einer Großspende des Bildungszentrums des deutschen Beamtenbundes in Königswinter, das eine Großküche sowie Tische und Stühle bereitstellte, tat Gott viele Türen auf. Doch ein Kirchenhaus ist nur eine Fassade, ein Mantel für das, was Gemeinde wirklich ausmacht. Das, was wirklich wichtig ist, passiert nicht in Mauern, sondern in den Herzen derer, die Gott suchen. Denn Gott baut seine Gemeinde nicht aus Steinen, sondern aus Menschen.